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RUB von Polizei besetzt
Dienstag, 22. Dezember 2009
Konzert muss verlegt werden - Ruhr-Uni von der Polizei besetzt

Heute Nachmittag fand eine Demonstration der Bildungsstreikenden zum Rektorat unter Polizeibegleitung statt. Kanzler Möller erklärte dabei, dass er das geplante Soli-Konzert im HZO als weitere Besetzung ansehe und sofort durch die Polizei räumen lassen werde.

Bereitschaftspolizei ist bereits vor Ort. Das Konzert findet daher in einer neuen Location statt. Anlauf- und Infostelle für die neue Location ist der AStA.

Wir feiern wo wir wollen, ohne Repressionen und Kontrollen!

Heute fand in Frankfurt eine Demonstration gegen die Uniräumungen in Wien und Bochum statt! Dort zeigten Studierende der Uni Frankfurt ihre Solidarität mit der gestern geräumten Besetzung in Wien und der heute morgen geräumten Besetzung in Bochum. Sie versammelten sich trotz extremer Kälte und den anstehenden Feiertagen unter dem Motto „Die Uni gehört allen. In Wien, Bochum und überall. Solidarität mit den geräumten Besetzer_innen an der Uni Wien - jetzt erst Recht!“ vor der österreichischen Außenhandelsstelle. Hier wurde eine kurze Kundgebung abgehalten.

Auch in Wien fand eine kleine Soliaktion gegen die Räumung in Bochum statt. BildungsaktivistInnen formten vor der Wiener Uni, für alle sichtbar, mit Kerzen den Spruch „Wien brennt für Bochum“. Danke!

Spontandemo nach Räumung

Am Dienstag, den 22.12.09 um ca. 16:45 Uhr versammelten sich ca. 100 Studierende vor dem Audimax, um gegen den Polizeieinsatz zur Räumung des Audimax in den frühen Morgenstunden des selbigen Tages zu protestieren.

Schneller als die Polizei erlaubt

Dienstagmorgen um 05:00 Uhr fand die vom Rektorat angeforderte Hundertschaft niemanden im Audimax vor. Dank eine Frühwarnsystems hatten die BesetzerInnen von der geplanten Räumung erfahren und sich hoch über dem Audimax in einen Raum im GA-Gebäude zurückgezogen. Von dort oben konnten sie dann bei ein paar Kannen Kaffee beobachten, dass der Rektor mitten in der Nacht aufgestanden war, um sie zum Verlassen des Audimax aufzufordern. Die Polizei war heute definitv darauf aus, Festnamen zu machen und durchsuchte mit einem großen Aufgebot das Gebäude und den gesamten Campus, um der BesetzerInnen habhaft zu werden. Erfolglos.

Kanzler fühlt sich mit Polizeianwesenheit wohl

Auf die Frage, warum ein Polizeieinsatz in den Morgenstunden nötig war, wiederholte der Kanzler nur das, was schon in der offiziellen Stellungnahme des Rektorats zu lesen ist. Die "Sicherheit aller Beteiligten" sei gefährdet, die "hygienischen Zustände" unzumutbar gewesen. "Konkretisieren konnte er diese Behauptungen leider nicht.", kommentiert ein Anwesender die Diskussion. Des Weiteren behauptete er, der Gottesdienst der Neuapostolischen Kirche am vergangenen Sonntag, den 20.12.09, sei erheblich gestört worden. Eine Vermutung, die sich mit Blick auf die Homepage der Kirche nicht bestätigen lässt. "Möller sprach ständig von einer Ausnahmesituation, die es derzeit auf dem Campus geben soll. Seiner Meinung nach sind die Studierenden, die sich friedlich für ihre Rechte einsetzen, doch alle Kriminelle. Warum sonst sollte das Rektorat ständig die Polizei hier auflaufen lassen.", empört sich ein Anwesender.

Soli-Konzert eine Besetzung?

Das für den Abend geplante Solidaritätskonzert im HZO10 bezeichnete Möller als erneute Besetzung. Auf den Hinweis, die Uni sei seiner Meinung nach doch ein öffentlicher Raum antwortete er: "Aber doch nicht für Rockkonzerte." Man könne immer einen Raum anfragen, das Rektorat entscheide dann, inwiefern die Veranstaltung sinnvoll sei. "Deutlicher gesagt: Wenn man sich kritisch über die Zustände an der RUB äußern will, bekommt man keinen Freiraum. Außer, man nimmt sich diesen.", schlussfolgert eine Anwesende. Nur kurz nachdem die Protestierenden das Rektorat verließen, wurde erneut eine Hundertschaft auf dem Campus gesichtet.

Wir fordern die Bereitschaftspolizei auf, sich vom Campus zurückzuziehen!

 
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